POL-Prüfadapter

POL – Der Prüfadapter für große Leiterplatten und komplexe Baugruppen

Der POL-Prüfadapter wird auf die Geometrie Ihrer Leiterplatte oder Baugruppe ausgelegt. Hohe und überstehende Bauteile werden bei der Gestaltung der Aufnahme berücksichtigt. Für große Prüflinge und hohe Kontaktkräfte lässt sich die Konstruktion durch Aluminium-Strebenprofile und CNC-gefräste Komponenten verstärken.

Positionierung: über Fangstifte oder die Außenkontur des Prüflings
Kontaktierung: optional beidseitig und auf unterschiedlichen Höhen
Umrüstung: vollständig tauschbarer Prüfeinsatz aus Trägerplatte, Nadelbett, Steckerpanel und Bodenplatte
Schnittstellen: D-Sub oder kundenspezifische Steckverbinder und Anschlussbelegung
Erweiterungen: beispielsweise Endschalter, Bedienelemente, Displays oder integrierte Prüfelektronik
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POL-Prüfadapter: Beispiele aus Kundenprojekten

Bedieninterface

Das additiv gefertigte Gehäuse kann nach Belieben modifiziert werden. In diesem Fall sollten zwei Taster und ein Display im Prüfadapter integriert werden. Auf diese Weise ist kein zusätzlicher PC oder Bildschirm notwendig. Wenn außerdem eine Steuerung im Prüfadapter verbaut wird, stellt er ein mobiles Stand-alone-System dar, was insbesondere praktisch ist, wenn Sie den Adapter Ihrem Fertiger beistellen möchten.

Prüfadapter POL mit Display
POL-Prüfadapter mit Wechselsatz

Tauschbare Einsätze

Der POL-Prüfadapter verfügt über einen vollständig tauschbaren Prüfeinsatz. Dieser besteht aus Trägerplatte (Moving Plate), Nadelbett (Pin Plate), Steckerpanel und Bodenplatte. So lässt sich der Testadapter schnell und flexibel an unterschiedliche Leiterplatten, Prüflinge und Produktvarianten anpassen.

Integrierte Elektronik

Es ist nicht nur möglich, doppelseitig zu kontaktieren; es können auch Platinen direkt auf der Gegenseite des Nadelbettes platziert werden. Dadurch wird eine Verdrahtung unnötig, und kürzeste Leitungswege werden gewährleistet. Zudem sind Pitches deutlich unter einem Millimeter möglich. Solche Elektronikkomponenten sowie Stromversorgungen oder Flash-Programmer werden in der Regel in der unteren Basis des Prüfadapters platziert.

POL Prüfadapter mit integrierter Elektronik

Doppelseitige Kontaktierung

Ein Beispiel für eine doppelseitige Kontaktierung. Das obere Nadelbett wird durch dieselben Fangstifte ausgerichtet wie die Platine, um eine höchstmögliche Präzision zu erreichen. Da sich die Fangstifte im CNC-gefrästen Nadelbett befinden, wird die Toleranzkette gering gehalten und Toleranzen der additiv gefertigten Bauteile haben keinen Einfluss auf die Treffgenauigkeit der Prüfkontaktstifte. Die Signale werden durch eine Schleppkette nach unten zum Steckerpanel geführt.

Seitliche Kontaktierung

Ach seitlich angeordnete Stecker könnten kontaktiert werden. Eine seitliche Kontaktiereinheit fährt beim Schließen des Prüfadapters automatisch an den Prüfling heran.

Je nach Schnittstelle erfolgt die Kontaktierung über Prüfkontaktstifte an den Steckerpins oder über einen passenden Gegenstecker. Für USB-C-Buchsen werden beispielsweise häufig Prüfstecker eingesetzt.

Prüfadapter POL Steckerpanel

Beliebige Schnittstellen

Auf der Rückseite befindet sich das Stecker-Interface. Sie definieren, welche Stecker verbaut werden sollen, und deren Pinbelegung. Bei Bedarf können Sie die Verdrahtung natürlich auch selbst übernehmen.

Wenn Steifigkeit gefragt ist

Auch 3D-Druck hat seine Grenzen. Bei sehr großen Platinen und einer großen Anzahl an Testpunkten verstärken wir daher unsere Designs durch Aluminium-Strebenprofile und setzen vermehrt auf CNC-gefräste Komponenten. In der Regel kommt für solche Fälle aber unser IDL-Prüfadapter zum Einsatz.

POL-Prüfadapter mit doppelseitiger Kontaktierung
Prüfadapter Nadelbett POL

Das Herzstück

Wenn möglich, werden Bauteile auf der Unterseite des Prüflings in der federgelagerten Trägerplatte lediglich durch Vertiefungen ausgespart. Hohe Bauteile müssen unter Umständen durchgehend ausgespart werden. Mitunter sind auch Aussparungen im CNC-gefrästen Nadelbett notwendig. Im Nadelbett befinden sich in der Regel auch die Fangstifte. Dies gewährleistet eine kurze Toleranzkette bei der Positionierung der Platine. Eventuelle Ungenauigkeiten der 3D-gedruckten Komponenten haben keinen Einfluss auf die Positioniergenauigkeit der Platine relativ zu den Prüfkontaktstiften, wodurch auch kleinste Testpunkte zuverlässig kontaktiert werden können.